Sprecherauswahl und -briefing für Unternehmensvideos

By 15. Dezember 2017 Allgemein

Erzählen Sie Ihre Geschichte!

Häu­fig sehe ich Unter­neh­mens­vi­de­os mit gut gemach­ter Video­gra­fie, denen aber ein beglei­ten­des Voice-over Skript fehlt, das von einem Spre­cher vor­ge­tra­gen wird.

Aus unse­rer Erfah­rung hilft ein Spre­cher aber unge­mein, die Bot­schaft inter­es­san­ter und infor­ma­ti­ver zu über­mit­teln. Der Besu­cher wird im wört­li­chen Sinn direkt „ange­spro­chen“, der Erst­kon­takt ist dadurch gleich wesent­lich inten­si­ver.

Neben der For­mu­lie­rung eines packen­den Tex­tes ist die Aus­wahl des Spre­chers ent­schei­dend. Er oder sie muss im rich­ti­gen Ton­fall die sorg­fäl­tig aus­ge­wähl­ten Wor­te ein­spre­chen, die dann pas­send zum Bild­ma­te­ri­al und der Musik geschnit­ten wer­den.

Ein Spre­cher schafft Emo­ti­on, Gra­vi­tas und Dyna­mik. Drei Din­ge, die ein Video erst so rich­tig zum Leben erwe­cken.

Die Suche nach Mr oder Mrs Right

Es gibt unzäh­li­ge Spre­cher am Markt. Frü­her hat­ten nur die gro­ßen Agen­tu­ren den not­wen­di­gen Über­blick, um schnell den rich­ti­gen Spre­cher für eine Auf­ga­be zu fin­den. Das muss­te auch ent­spre­chend bezahlt wer­den. Der Ein­satz eines pro­fes­sio­nel­len Spre­chers für ein Unter­neh­mens­vi­deo von ein paar Minu­ten Län­ge kos­te­te ger­ne fünf­tau­send Euro und mehr.

Das hat sich heu­te grund­le­gend geän­dert.

Für fast alles gibt es heu­te Por­ta­le und so auch für Spre­cher. Wir nut­zen bodalgo, ein Spre­cher Por­tal, das 2009 von dem Münch­ner Spre­cher Armin Hier­stet­ter gegrün­det wur­de. Wir haben auch ande­re Por­ta­le aus­pro­biert, uns aber immer wie­der hier­für ent­schie­den.

Mit bodalgo ist die Suche nach einem Spre­cher ein­fach, direkt und schnell, wenn man das Brie­fing, Qua­li­täts­kon­trol­le und Schnitt in der eige­nen Hand behal­ten möch­te.

Auf einen aus­ge­schrie­be­nen Spre­cher­job erhal­te ich rund fünf­zig Ange­bo­te. Ohne gro­ßen Zeit­auf­wand kann man sich leicht durch die Sprech­pro­ben durch­hö­ren und in Fol­ge die enge­re Aus­wahl mit dem Kun­den bespre­chen.

Fünf­zig Sprech­pro­ben mag nach sehr viel klin­gen, aber in der Pra­xis kann man bereits nach fünf Sekun­den ent­schei­den, ob eine Stim­me für den aus­ge­schrie­be­nen Job pas­sen könn­te - oder eben nicht.

Nach die­sem Fil­ter blei­ben dann etwa zehn Spre­cher in einer Short­list übrig, die man sich inten­si­ver anhört.

Hohe Qualität ist Standard

Die Spre­cher haben in der Regel ihr Auf­nah­me­stu­dio zuhau­se und somit ent­fällt die Buchung eines exter­nen Stu­di­os. Das hat den Vor­teil, dass Auf­nah­men inner­halb kür­zes­ter Zeit rea­li­siert wer­den kön­nen.

Die­ses "Auf­nah­me­stu­dio" mag im Ein­zel­fall nur der hei­mi­sche Klei­der­schrank sein, der für per­fek­te Hall­ver­mei­dung sorgt, dazu ein hoch­wer­ti­ges Senn­hei­ser oder Røde Mikro­fon und ein Lap­top.

Fakt aber ist, dass die Qua­li­tät der Auf­nah­men, die ich jedes­mal zurück bekom­me, her­vor­ra­gend ist.

Mit einer Klang­be­ar­bei­tungs­soft­ware wie Auda­ci­ty oder Ado­be Audi­tion wird die gelie­fer­te Audio­da­tei noch vor dem Schnitt exakt auf die Hin­ter­grund­mu­sik und die gewünsch­te Stim­mung ange­passt. Manch­mal möch­te man die Stim­me noch tie­fer ein­stel­len, manch­mal soll es leich­ter klin­gen.

Günstiger als man denkt

Die Kos­ten für den Spre­cher belau­fen sich dabei auf weni­ger als fünf­hun­dert Euro für einen Neun­zigs­ekün­di­ger. Will man aller­dings den deut­schen Syn­chron­spre­cher von Bruce Wil­lis (Man­fred Leh­mann) haben, wird es teu­rer.

Für ein Fir­men­vi­deo wird man jedoch meist eine neu­tra­le Stim­me bevor­zu­gen und da gibt es her­vor­ra­gen­de Pro­fis für sehr fai­re Prei­se.

Klare Anweisungen sparen viel Geld

So wie ein Schau­spie­ler je nach Regis­seur unter­schied­li­che Qua­li­tä­ten ablie­fert, so ver­hält es sich auch bei den Spre­chern.

Daher kommt dem Brie­fing des Spre­chers höchs­te Bedeu­tung zu.

Ein „sprech­ba­rer“ Text ist natür­lich die Grund­vor­aus­set­zung. Der Spre­cher muss jedoch genau wis­sen, wie er den Text ein­spre­chen soll.

Bei jedem Absatz im Text soll­te daher genau ver­merkt wer­den, an wel­cher Stel­le die Beto­nung gesetzt wird und wie die Sprach­me­lo­die ver­lau­fen soll. Der Ver­weis auf ähn­lich gespro­che­ne Tex­te kann dabei hel­fen.

Zur Ver­mei­dung von nach­träg­li­chen Auf­nah­men wird auch die Aus­spra­che von Abkür­zun­gen (heißt es "ESS-A-PE" oder "SAPP"?), Namen und Fremd­wör­tern im Brie­fing ver­merkt.

Bei einer deut­schen Auf­nah­me erwar­tet man z.B. eine kor­rek­te Aus­spra­che eng­li­scher Wor­te. Bei den Fran­zo­sen dür­fen auch eng­li­sche Wor­te durch­aus einen gewis­sen fran­zö­si­schen Akzent haben und müs­sen nicht zu per­fekt eng­lisch klin­gen.

Das muss der Spre­cher aber aus dem Brie­fing her­aus­le­sen kön­nen. Anga­ben zur Sprech­ge­schwin­dig­keit und zur Klang­far­be dür­fen genau­so wenig feh­len.

Kor­rek­tu­ren von Absät­zen sind zwar mög­lich, aller­dings klingt das Gan­ze dann oft nicht mehr wie aus einem Guss.

Pro­fes­sio­nel­le Spre­cher sind wie Kon­zert­mu­si­ker: Sie sehen die Noten (also den Text) und spre­chen schon bei der ers­ten Auf­nah­me per­fekt. Das ver­blüfft mich immer wie­der, setzt jedoch ein sorg­fäl­ti­ges Brie­fing vor­aus.

Ein guter Spre­cher in einem Unter­neh­mens­vi­deo wird zum Erzäh­ler Ihrer Geschich­te mit emo­tio­na­ler Dyna­mik. Eine Geschich­te, die sich ein­prägt und in Erin­ne­rung bleibt.

Die­ses Instru­ment soll­ten Sie nut­zen.